Sonntag, 15.09.2019
Vorzüge des Vereins "Wir für Burkina"

Wenn man sich dazu entschließt, privat Geld spenden zu wollen, das in einem hilfsbedürftigen Land eingesetzt werden soll, steht man schnell vor einem Problem: Wie soll man es anstellen, dass das Geld auch wirklich dort ankommt, wo man es gerne hätte? Es ist schließlich nicht sonderlich praktikabel und auch nicht sehr hilfreich, schnell in ein Entwicklungsland zu reisen und dort einem bedürftigen Menschen einen Geldschein in die Hand zu drücken. So muss das Spendengeld also über eine vermittelnde Organisation transportiert werden, die die Mittel dank ihrer Erfahrung dann hoffentlich auf die sinnvollste Art und Weise einsetzt. Hier hat man die Qual der Wahl. Schließlich gibt es mittlerweile sehr viele Organisationen, die sich in verschiedenen Formen in Entwicklungsländern engagieren.

 

Letztendlich gilt die Regel: Je größer eine Organisation ist, desto größer ist auch die Gefahr, dass das Spendengeld nicht dorthin gelangt, wo man es eigentlich haben will. Zu viel Geld versickert im Unterhalt der Organisation, in den Büros und den Löhnen der teils hauptberuflich Beschäftigten. Zwar können diese Organisationen dank ihrer Größe als Lobbyverbände einen gewissen Druck auf die Politik ausüben, um positive Veränderungen hinsichtlich der Entwicklungszusammenarbeit herbeizuführen. Doch dieser Druck wird immer schwächer bleiben als jener, den die mächtigen Wirtschaftsverbände auf die Politik ausüben und der vor allem wirtschaftlichen Profit herbeiführen soll, indem die Situation der Entwicklungsländer zum eigenen Vorteil ausgenutzt werden soll.

 

Hingegen gilt auch: Je kleiner eine Organisation ist, desto gezielter wird sie ihre Kräfte für ein ganz bestimmtes Projekt an einem ganz bestimmten Ort für einige ganz bestimmte bedürftige Menschen einsetzen. Die Ergebnisse der Arbeit einer solchen Organisation lassen sich eindeutig festmachen. Sie tritt in einem Dorf an, um dort für die Kinder ein Schulgebäude zu errichten und einen geordneten, effektiven Unterricht zu ermöglichen. Mit den Spendengeldern, die die Organisation in ihrer Heimat gesammelt hat, lässt sich das Projekt nach und nach verwirklichen – ein Ziel, das sehr ambitioniert ist, sich aber dennoch mit relativ bescheidenen Mitteln erreichen lässt. Mit weiteren Spendengeldern lässt sich letztendlich auch der Schulbetrieb finanzieren. Das  Ergebnis der Arbeit wird direkt sichtbar. Es wird gebildete junge Menschen mit einem Schulabschluss hervorbringen, die dann mit Hilfe ihrer Erfahrungen und ihres Wissens aus der Schule selbst an der Weiterentwicklung ihrer Heimat arbeiten können.